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Juni 2005

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editor@os2voice.org


Leserbriefe, Addenda, Errata

Übersetzung: Christian Hennecke

Wenn Sie irgendwelche Kommentare bezüglich Artikeln oder Tips in dieser oder eine älteren Ausgabe des VOICE Newsletter abgeben wollen, senden Sie sie bitte an editor@os2voice.org. Uns interessiert stets, was unsere Leser zu sagen haben.


Addendum - Christian Hennecke erhielt einige Antworten auf seinen Artikel XWorkplace aktualisieren helfen, auch wenn es gern mehr hätten sein dürfen. Dank den Lesern, die geantwortet haben, wird die nächste Version eine Reihe zusätzlicher Treiber und WPS-Klassen erkennen können.


20. April 2005 - Harald Pollack, bekannt durch sein Faxprogramm und FaxView, kommentierte Peter Browns Artikel Aktuelle Drucker? Einer der funktioniert: Canon PIXMA iP4000:

Der Artikel ist ausgezeichnet verfaßt, die detektivische Kleinarbeit zeigt von viel Liebe zu OS/2 :-)

Die Aussage jedoch ist mehr als irreführend:

Der einzige Unterschied zwischen OMNI Canon_i950 und Canon_i850 ist jener:

Queue: Canon i850 Driver: OMNI
 0 CAPS_FAMILY                        5 (00000005)
 1 CAPS_IO_CAPS                       2 (00000002)
    CAPS_IO_SUPPORTS_OP
 2 CAPS_TECHNOLOGY                    3 (00000003)
    CAPS_TECH_RASTER_PRINTER
 3 CAPS_DRIVER_VERSION              528 (00000210)
 4 CAPS_WIDTH                      4800 (000012C0)
 5 CAPS_HEIGHT                     6600 (000019C8)
...

Queue: Canon i950 Driver: OMNI
 0 CAPS_FAMILY                        5 (00000005)
 1 CAPS_IO_CAPS                       2 (00000002)
    CAPS_IO_SUPPORTS_OP
 2 CAPS_TECHNOLOGY                    3 (00000003)
    CAPS_TECH_RASTER_PRINTER
 3 CAPS_DRIVER_VERSION              528 (00000210)
 4 CAPS_WIDTH                      4800 (000012C0)
 5 CAPS_HEIGHT                     6826 (00001AAA)
...

CAPS_HEIGHT (ausnutzbare Seitenhöhe) ist einmal 11", das andere Mal 11.37", und auch das ist nur deshalb, weil die Defaulteinstellungen offenbar unterschiedlich sind. Man kann selbstverständlich auch den i850 auf 11.37" (A4-Höhe) einstellen...

Alle anderen, für OS/2 relevanten Parameter sind für beide Druckertypen identisch.

Möglicherweise hat der Autor für den i850 Test noch einen etwas älteren OMNI-Treiber verwendet. In dem Treiber, in dem der i950 drinnen ist, bestehen nur der einzige obige Unterschied (in der Defaulteinstellung).

Der Autor hat aber einige interessante Fragen aufgeworfen, so z.B. warum unter OS/2 nicht 'bessere' Treiber angeboten werden.

Die Antwort ist einfach, Canon rückt halt nicht (kostenlos) die Internas heraus.

Seit ich meinen i560 habe (der rennt auch mit allen i??? Treibern) bin ich damit beschäftigt, sowas wie photorealistischen Ausdruck zu implementieren. Das geht, mangels besseren Kennens der Druckertreiberarchitektur, natürlich nur im 'Userspace', also in einem normalen OS/2 Programm (oder einem 'Printmonitor' wie z.B. bei PostScript üblich).

Dazu sind im Prinzip nur zwei Hürden zu nehmen:

  1. die richtige Farb/Kontrast-Darstellung über jeweils zum Papier und zur Tinte passende ICC-Profile.
  2. die (komprimierte) Übertragung der Druckdaten zum Drucker selbst.

Punkt (1) habe ich bereits gelöst, bei Punkt (2) habe ich Lösungsansätze, scheitere aber immer noch am Kompressionsformat. Ich vermute, es handelt sich um eine Art 'lossless JPEG', aber viel weiter bin ich bisher nicht gekommen.

Für den reinen i850-Modus (da ist die Kompression 'durchschaubar') klappt Punkt (2) bereits, aber das geht ja auch via OMNI-Treiber...

Meines Erachtens liegt das Problem darin, daß das OS/2-Druckermodell Beschränkungen in der Auflösung (kleiner 1000dpi?) hat, was aber wahrscheinlich durch die Speicherorganisation (GPI) vorgegeben ist (600 dpi gehen sicher, 720 dpi in einer Richtung gehen auch, siehe Epson).

Zu finden ist mein derzeitiger Stand der Technik (wie immer :-) in FaxView...

Wenn Sie mehr über den technischen Hintergrund wissen, teilen Sie dies Harald Pollack bitte mit!


03. Mai 2005 - Alexander Stroop zum Editorial der April-Ausgabe:

Ich habe gerade "OS/2 auf aktuellen Stand bringen" gelesen.

Ich bin vor ein paar Jahren von eComStation 1.0 auf Linux umgestiegen. Obwohl ich selber ein Tool für OS/2 gebaut habe (warp4fli, s. http://www.fli4l.de) habe ich es inzwischen aufgegeben, mit OS/2 weiter zu arbeiten.

Ich war lange Zeit glühender OS/2-Verfechter. Habe angefangen mit einem OS/2 2.1 als Schüler, dann Warp 3 und 4 und schließlich eComStation. Das Treiberproblem wurde immer größer. Ich war aber bereit, meinen Rechner so auszusuchen/zusammenzustellen, daß die eComStation weiter ihren Dienst tun konnte. Irgendwann fing das aber an zu nerven.

Der Anlaß zum Umstieg war eine nicht mehr ganz rund laufene OS/2 Installation. Ich hatte in der Arbeit schon Erfahrung mit Linux gesammtelt. Außerdem lief zu Hause ein alter Rechner als Samba-Server unter Linux. Vor allem die Installation und Treiberversorgung war im Gegensatz zu OS/2 geradezu paradiesisch. Suse 8.2 gekauft, installiert, lief. Kein Treibergesuche, 3D-Unterstützung der Grafikkarte, Software leichter zu bekommen, Stabilität, Netzwerkfähigkeiten etc.

Ich frage mich ob es mittel- bis langfristig überhaupt noch eine Chance gibt, ein OS/2- bzw. eComStation-System auf neuer Hardware zum Laufen zu bekommen. Neue Rechner sind mit AMD64 und PCI-Express ausgestattet. Da wird's für OS/2 bzw. eComStation schon wieder enger, oder?

Was ich mich auch frage: Wieso soll ich mir so wahnsinnig viel Arbeit machen, ein OS/2 auf einer neuen Hardware zum laufen zu bekommen, wenn Linux meistens mit keinem bis wenig Aufwand zum Laufen zu bekommen ist? Was kann ich mit OS/2 machen, was mit Linux nicht auch geht?

OS/2 R.I.P
leider...


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